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Satya-Yoga Aufbau-Ausbildung 27. und 28. Tag: Sahasrara Chakra (Kronenchakra)

Die rautenförmige Fontanelle von etwa zwei mal zwei Zentimeter Größe öffnet sich häufig nach der Geburt noch weiter, ist deutlich zu spüren und pulsiert leicht. Während sich die weiteren fünf kleinen Fontanellen am Kopf des Babys meist schon nach wenigen Monaten schließen, wächst die große Fontanelle in der Regel erst im zweiten oder dritten Lebensjahr zu. Da sie am besten zu sehen und zu ertasten ist, ist sie nicht nur bekannteste Fontanelle, sondern auch die faszinierendste.

 

Das Erwachen des Kronen Chakra - die Öffnung Brahmans
Das Kronenchakra erwacht im dritten Schwangerschaftsmonat, wenn die Hormonproduktion beginnt und die Organe sich immer differenzierter ausbilden. Im Einjahreszyklus entspricht das Sahasrara Chakra dem 7. Lebensjahr, während das Kronenchakra im Siebenjahreszyklus ab dem 42. bis zum 49. Lebensjahr besonders aktiv ist.

Der Begriff Sahasrara Chakra setzt sich aus den beiden Sanskritwörtern sahasra  (dt.: tausend ) und ara  (dt.: Strahlen, auch Blütenblätter des Lotus ) zusammen, das bedeutet 1000-blättriger Lotus. Neben Kronen- und Scheitelchakra wird das Sahasrara Chakra auch als das Tor der Leere bezeichnet, als Quell des Lichts, Göttliches Herz oder Brahmarandhra, die Öffnung Brahmans.

 

Die aufsteigende Kundalini-Kraft
Das Kronenchakra ist das höchste der insgesamt sieben Hauptchakra, es ist weiß, silber-, goldfarben oder violett. Dem Sahasrara Chakra ist kein Mantra mehr zugeordnet, da hier die höchste Stille herrscht. Als Krafttier gilt die Kundalini (-Schlange), eine schlafende, zusammengerollte Schlange am unteren Ende der Wirbelsäule, im Wurzel Chakra. Durch Yoga-Übungen soll sie erweckt werden können, aufsteigen und alle Hauptchakren durchstoßen. Erreicht die Kundalini-Kraft das oberste Chakra, das Sahasrara Chakra, erwacht der Mensch und erkennt seine eigentliche (göttliche) Natur.

 

Die Zirbeldrüse - "Sitz der Seele"?
Das Scheitelchakra ist organisch mit dem gesamten Organismus, dem Nervensystem und dem Mittelhirn verbunden. Die ihm zugeordnete Drüse ist die Epiphyse, die Zirbeldrüse, die sich mitten im Gehirn befindet. Ihr Name war bereits vor Christi Geburt bekannt. Viele Theorien rankten sich um das weniger als ein Zentimeter große Organ, das die Form eines Pinienzapfens hat. Dieser verdankt sie auch ihre lateinische Bezeichnung Glandula pinealis, Piniendrüse.

Der französische Philosoph René Descartes (1596−1650) hielt die Epiphyse für den Sitz der menschlichen Seele. Noch heute ist ihre genaue Funktion für die moderne Naturwissenschaft weitestgehend ein Rätsel. Die Epiphyse produziert das Hormon Melatonin, das unter anderem für den Schlaf-Wach-Rhythmus sorgt und als Radikalfänger sowie Antioxidationsmittel wirkt. Melatonin wird bei Dunkelheit nicht nur vom Menschen, sondern von allen Säugetieren produziert. Zudem ist das Hormon an zahlreichen physiologischen Prozessen bei Pflanzen beteiligt.

 

Aktivierung des Sahasrara Chakra
Wenn das Sahasrara Chakra blockiert ist, können körperliche Disharmonien entstehen wie Kopfschmerzen, chronische Erkrankungen, Krebs, Multiple Sklerose, Geisteskrankheiten oder Immunschwäche. Zur Aktivierung des Chakras eignen sich vor allem die Tiefenentspannung (Shavasana), Gleichgewichtsübungen wie der Baum (Vrikshasana) und Umkehrhaltungen.

Nachdem wir einige Atemübungen zur Aktivierung des Ajna Chakra und des Sahasrara Chakra praktiziert haben, beenden wir den Tag mit einer wundervollen Phantasiereise. Andrea lässt uns als Adler über wundervolle Landschaften und das Meer fliegen. Ich bin zutiefst berührt und spüre große Traurigkeit – ist es das baldige Ende unserer Ausbildung …?


Wiederholung einiger Asanas
Am Sonntag reist Traugott wieder an. Wegen der vielen Fragen zu den Standhaltungen, die sich uns kurz vor Ende der Ausbildung noch einmal stellen, wiederholen wir diese. Ausgangshaltung für die Standhaltungen ist Utthita Trikonasana, das ausgestreckte Dreieck, denn sind die Grundprinzipien dieser Asana einmal verstanden, erfahren und erspürt worden, besteht auch Zugang zu allen anderen Standübungen. Am Nachmittag wiederholen wir weitere Asanas, darunter einige Drehübungen am Stuhl, die Königstaube (Kapotasana) und den Kopfstand (Shirshasana).