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Satya-Yoga Aufbau-Ausbildung 5. Tag: Das Sakral Chakra - Svadhisthana Chakra

Das Sakral Chakra - Svadhisthana Chakra
Sva bedeutet "eigen" und Adhisthana "der Wohnsitz". Svadhisthana wird deshalb auch "Ort der Süße" oder "heilige Stätte" genannt. Das Sakral Chakra bildet mit dem Wurzel Chakra die feinstoffliche Basis des Körpers. Es dreht sich am unteren Ende der Wirbelsäule auf Höhe des Schambeins, Kreuzbeins und Steißbeins ungefähr eine Handbreit unter dem Bauchnabel zwischen den beiden Hüftknochen. Zentrale Themen des Sakralchakras sind Fortpflanzung, Emotionen, Intuition, Instinkt, Kreativität, Körperbewusstsein, Lebensfreude, Lebensenergie und Sexualität.


Nach vedischer Lehre ist dem Sakral Chakra als Element klärendes Wasser zugeordnet. Deshalb wird es unter anderem auch Wasser-Chakra genannt. Dem Svadhisthana Chakra entsprechen zudem die sechs Blütenblätter der Lotosblüte sowie die leuchtende Farbe Orange, das Bija Mantra "VAM" und Fisch und Delphin.

Mit Fokus auf das Sakral-Chakra führte uns Andrea mit einer sanften Anfangsentspannung an die fließende Qualität des zweiten Energierades heran. Es folgten Beckenbodenübungen, Rückwärts- und Vorwärtsbeugen sowie der Sonnengruß (Sanskrit: Surya Namaskar).


Beckenboden Mudra -
Ashwini Mudra

Außerdem lernten wir eines der drei Beckenboden-Mudras kennen, das Ashwini Mudra, eine Yoga Übung, bei der die Beckenbodenmuskulatur synchron zum Atem mehrmals hintereinander angespannt und entspannt wird, um Blockaden im Wurzel Chakra zu lösen. Das Ashwini Mudra aktiviert die Muhladhara Energie, um diese durch Sushumna, einen der Hauptenergiekanäle, nach oben zu leiten. Die meisten bekannten Mudras werden mit den Händen und Fingern ausgeführt. Neben diesen und den oben genannten Beckenboden-Mudras gibt es aber auch noch Zungen- und Augen-Mudras.

 

Granthis - Knoten im Sushumna
Granthis (Sankrit: Knoten), sogenannte Energieblockaden im Sushumna, können das Aufsteigen der Energie und damit das spirituelle Wachstum verlangsamen oder gar ganz verhindern. Sie entstehen durch erlittene Verletzungen in der Vergangenheit.

Im Yoga gibt es drei Granthis: Das Brahma-Granthi, das zwischen dem Wurzel- und dem Sakral-Chakra liegt, verhindert den Aufstieg von grob- zu feinstofflicher Energie. Das Vishnu-Granthi befindet sich oberhalb des Herz-Chakras (Sanskrit: Anahata) und blockiert den Fluss reiner, nicht ich-bezogener Herzens-Energie. Das Rudra-Granthi, das seinen Sitz oberhalb des Stirn-Chakras hat, erschwert den Übergang in die göttliche Welt, die Unio Mystica.

Nach der faszinierenden theoretischen Auseinandersetzung mit dem Sakral Chakra kamen wir noch in den Genuss einer wunderbar von Andrea angeleiteten Yoga-Einheit mit Fokus auf das Svadhisthana Chakra.